Langzeitbelichtung in der Dämmerung

von Niklas

In der Dämmerung lassen sich mit einer Langzeitbelichtung schöne Effekte erzielen. Eine Belichtungszeit von mehreren Sekunden lässt  die Bewegung des Wassers als Schnee oder auch Eis erscheinen. Dieser Effekt ist sehr gut auf dem Beispielbild zu erkennen. Hier wurde 30 Sekunden belichtet, die Blende auf f3.5 geöffnet und der ISO-WERT auf ISO-100 heruntergesetzt. Die Brennweite liegt hier bei 18mm (29mm)*.

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Zusätzlich zum natürlichen Licht wurde mit einer High-Power-LED-Taschenlampe gearbeitet. Diese wurde auf die Steine im Vordergrund gerichtet und gezielt bewegt. Durch die lange Belichtungszeit erhält der Himmel eine ganz besondere Farbstimmung.

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Es sollte unbedingt mit einem Stativ gearbeitet und eine möglichst kleine Brennweite benutzt werden. Bedingt kann man auch ein Weitwinkelobjektiv mit 10mm oder ähnlichen Brennweiten verwenden bzw. eine Vollformatkamera. In diesem Fall fällt dann gerade am Horizont die Krümmung verstärkt auf.

f20; 30sek.; ISO-100; 20mm (32mm)* - Peniche/Portugal

Sehr schöne Motive erhält man auch, wenn es einen deutlichen Vorder- und Hintergrund gibt. Ein satter Kontrast mit gewollten Helligkeitsunterschieden kann ein sehr gut gelungenes Foto ergeben. Bei diesem Bild wurde die Blende stark geschlossen, um eine möglichst geringe Tiefenschärfe zu erhalten und große Bereiche zu fokussieren. Auch hier wurde mit zusätzlichem Licht gearbeitet und kurzzeitig der Fels im Vordergrund beleuchtet. Hier sollte es nicht zu einer Überlichtung des Vordergrundes kommen. Erst nach mehreren Versuchen entstand dieses erstaunliche Foto.

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Gerade der Übergang vom Felsen zum Himmel ist sehr interessant. Durch die längere Belichtung ist der Himmel verschwommen, aber der Stein mit den Algen hingegen klar und scharf. Nicht nur der Unterschied der Schärfe überzeugt hier, sondern auch die farbliche Gestaltung. Das Blau des Himmels ist passend zu den Farben des Steins. Die Kombination der einzelnen Bestandteile erzeugt ein sehr angenehmes und abwechslungsreiches Motiv.

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*ACHTUNG: Da diese Aufnahmen mit einer Kleinformat Kamera (EOS 600D) aufgenommen wurden, muss die Brennweite mit 1,6 multipliziert werden, um den effektiven Wert zu ermitteln! Dieser befindet sich in der Klammer.

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Foto und Artikel: Niklas Raschke

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